Charakterisierung seines Werkes:

Die Landschaftsbilder von Schaufelberger schaffen durch den Kontrast von kalten und freundlichen Farben Lebendigkeit. Ein besonderes Spannungsmoment entsteht in seinen Wintermotiven durch die Präsenz von eisiger Natur und Licht.
Von südlichem Flair sind seine Bilder aus dem Mittelmeerraum getragen, die mediterrane Lebensgefühle wecken.
Sein von religiösem Geist inspiriertes Wirken wird gut in seinen Kreuzwegdarstellungen sichtbar: Der  Deutlichkeit des Leidens steht die Versöhnlichkeit des Erlösungsgedankens und das Bild des Auferstandenen gegenüber. (Klaus Burger, 28.09.2000)


Pressestimmen:

Badische Zeitung vom Samstag, 18. August 2007

Der Sonnenuhr fehlt nur die "Acht"

Gemälde an der Fassade der Kappler Schule ist sorgfältig restauriert worden / Einst vergessene Ziffer wurde nicht dazugemogelt
Von unserem Mitarbeiter Andreas Peikert

 

Für alle drei war die Restaurierung der Sonnenuhr ein Herzensanliegen

   

KAPPEL. Mit einer Kuriosität kann die Schauinslandschule in der Moosmattenstraße aufwarten. An der seltenen Sonnenuhr, die über dem Eingangsbereich der Schauinsland-Grundschule die Zeit anzeigt, fehlt eine Zahl auf dem Ziffernblatt. Die "Acht" wurde schlichtweg vergessen. Obwohl vor den Schulferien die komplette Fassade des Gebäudes mit einem historischen Wandbild des ortsansässigen Künstlers und Kunstpädagogen Benedikt Schaufelberger sorgfältig erneuert wurde, ist auf eine nachträgliche Korrektur des Fehlers bewusst verzichtet worden.

Dem heute 78-Jährige Schaufelberger, dessen Atelier sich nur einen Steinwurf vom Schulhaus entfernt befindet, war die ursprünglich triste und kahle Wandfläche in Sichtweite seines Arbeitsplatzes jeden Tag ein Dorn im Auge. Deshalb schlug er Emil Steiert, dem Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Kappel vor, den Zweckbau mit einem Kunstwerk zu verschönern. "Alles was nichts kostet, nehmen wir" , erinnert sich Schaufelberger noch heute an die eindeutige Reaktion des Rathauschefs.

Nach einer Phase der akribischen Vorbereitung malte Schaufelberger im Jahr 1960 innerhalb von sieben Tagen ein annähernd 30 Quadratmeter großes Farbbild unter dem Motto "Nütze die Stunde" an die Außenwand der Grundschule in Kappel. Und integrierte zudem noch eine Sonnenuhr in das Kunstwerk.
Der alles überragende Engel mit seinen unübersehbaren Flügeln symbolisiert das Walten Gottes über die Zeit, dargestellt durch die Sonne und den Mond.

Der lokale Bezug wird unter anderem durch einen Bergmann hergestellt, der mit seiner Grubenlampe an den Bergbau auf der Gemarkung Kappel und am Schauinsland erinnert. Der im Jahr 1954 endgültig eingestellte Bergbau war für die damals selbstständige Gemeinde über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Existenzgrundlage für die dort ansässige Bevölkerung.

Der Bauer mit der Sense versinnbildlicht das landwirtschaftlich geprägte Leben im Ort. Ein Zimmermann mit geschulterter Axt symbolisiert das Handwerk und den Beruf des Waldarbeiters, der damals unter großen Mühen ohne die Hilfe von Maschinen seine tägliche Arbeit verrichten musste. In der Figur der Mutter mit den ballspielenden Kindern stellt der Künstler die Mutter als "Hüterin und Erzieherin der Kinder" der damaligen Zeit dar.

Als Modell für die Figuren dienten Ortsansässige. So wählte er Emil Krauß als Vorbild für die Darstellung des Bergmanns aus, der in späteren Jahren als Hausmeister der Grundschule arbeitete. Für den Landwirt stand Emil Weber Pate, der damalige Berglehofbauer. Josef Nerz wurde in der Figur des Zimmermanns auf dem Bild verewigt. Als Mutter mit den spielenden Kindern hat der Künstler seine Frau als "Modell" genommen. "Das Wandbild verkörpert einen Abschnitt gelebter Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Kappeler Tales" , sagte Ortvorsteher Rudolf Groß nach Fertigstellung des restaurierten Kunstwerkes.

Restaurator Andreas Bauernfeind aus Freiburg benötigte knapp zwei Wochen, um die teils bis zur Unkenntlichkeit verwitterten Detailzeichnungen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Obwohl ihm bei der Anfertigung der dafür notwendigen Pausen aus Karton aufgefallen ist, dass die Ziffer "Acht" auf der Sonnenuhrskala fehlte, verzichtete er auf ein nachträgliches "Hinzumogeln" der fehlenden "Acht" auf dem Ziffernblatt der Sonnenuhr. "Ein Restaurator hat sich strikt an die Vorgaben des Künstlers zu halten" , so Bauernfeind.

Die Kosten von 11 000 Euro wurden von dem Männergesangsverein "Liederkranz" , dem Ortschaftsrat, der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau und der Volksbank Kirchzarten sowie etlichen Bürgern durch Spenden aufgebracht. Unentgeltlich hat der ortsansässigen Malerbetrieb Steiert das Gerüst zur Verfügung gestellt.


Päpstlicher Orden für Benedikt Schaufelberger

Der Künstler Benedikt Schaufelberger (78, Foto) ist von Papst Benedikt XVI. mit dem Orden "Pro ecclesia et Ponti-fice" ausge-zeichnet worden.
Weihbischof Klaus Wehrle, Vorsitzender der Kommission für Kunst und Kultur in der Erzdiözese, überreichte die päpst-liche Auszeichnung.

Dabei würdigte er Schaufelberger als "authentischen Vermittler des Glaubens", der sich große Verdienste bei der Gestal-tung von vielen Kirchen und Kapellen erworben habe.
Schaufelberger habe es vermocht, aus seinem künstlerischen Schaffen heraus jene Verbindung immer wieder zu knüp-fen und auszugestalten, die zwischen Kunst und Kirche gefunden werden könne.

 

Nach seiner Ausbildung an der Kunst-akademie in Freiburg, den Kölner Werk-schulen, als Meisterschüler bei Adolf Strübe in Freiburg und in der Mosaik-schule Ravenna war Schaufelberger seit 1955 freiberuflich als Künstler tätig.
Aus dieser Zeit stammen viele Wandma-lereien, Mosaiken und Glasfenster an zahlreichen Schulen und anderen öffent-lichen Gebäuden. Von 1967 bis 1992 ar-beitete er als Kunsterzieher am kirchli-chen Kolleg St. Sebastian in Stegen.

Schaufelberger gehört zu den Grün-dungsmitgliedern der Gemeinschaft Christlicher Künstler in der Erzdiözese, deren Vorsitzender er von 1988 bis 1999 war.
Einem breiten Publikum wurde er durch sein Buch "Wie die Freiburger ihr Münster bauten" bekannt.
Schaufelberger lebt in Freiburg-Kappel.

(Konradsblatt 27-2007, Seite 28/Kultur)


"Seit 1955 ist Schaufelberger als freischaffender Künstler tätig und schuf in vielen Kirchen und öffentlichen Gebäuden der Erzdiözese Freiburg und in der Region vom Hochrhein bis in die Eifel Wandmalereien und viele Mosaiken, und hat schon mehrfach im In- und Ausland ausgestellt." (Dreisamtäler, 06. 1.2000)

"Die Aquarelle mit ihren feinen Nuancen machten den Bildgrund zu einem idealen Stimmungsträger" "Der Spannungsbogen zwischen rhythmisch-dynamischer Farbsetzung und konstruktivem Bildgedanken wird dabei sichtbar." (Badische Zeitung, 04.12.1995)

"Die Treffsicherheit des genauen Beobachters und Malers wird deutlich in den großzügigen Aquarellen, in der farbigen Organisation von warmen Oliv- und Brauntönen und den kühlen Blaus und Grüns." (Badische Zeitung, 19.06.1990, zu Schaufelbergers Landschaftsbildern)

"Neben dem souveränen graphischen Tun ist es vor allem die im Strichgefüge fest verwachsene Einsamkeitserfahrung des Menschen, die den Beschauer fasziniert, gegen die er sich sträubt und die ihn doch anzieht, weil sie ihn betrifft." (Badische Zeitung, 25.11.1988, zu der Ausstellung "Miserere", Psalmbetrachtungen von Schaufelberger)

"Kalte und warme Farben wechseln einander ab oder stehen im Kontrast zueinander. ... Ernergische Pinselstriche, die stark richtungsbetonend sind, bringen, besonders bei den Aquarellen, Bewegung ins Bild." (Südkurier, 24.02.1984, zu Benedikt Schaufelbergers Aquarellen und Zeichnungen)


Stimmen zum Münsterbuch:

Peter Kalchthaler, Leiter des Museums für Stadtgeschichte: "Es gibt nirgendwo in Europa ein solches Buch, in dem wissenschaftlich fundiert die gesamte Baugeschichte eines Bauwerks dargestellt worden ist". (Badische Zeitung, 14.03.2000)

Der Autor Schaufelberger hat die "technische und künstlerische Baugeschichte der Kirche von ihren Anfängen an penibel und präzise begleitet – und es gelang ihm ein in Text und Bild ganz außergewöhnliches Buch" (Zeitung zum Sonntag, 12.3.00)


Freiburg, 14. November 2000

Sehr geehrter Herr Schaufelberger,

heute darf ich Ihnen mit besten Wünschen von Herrn Menke eine Rezension zu Ihrem Buch 
zusenden.

Mit freundlichen Grüßen

VERLAG HERDER
Lektorat Burkhard Menke

Tel.: 0761/27 17 49 7
Fax: 0761/27 17 24 7
E-Mail: s.nebel@herder.de

 


 

Borromäusverein Bonn
Redaktion »Buchprofile«
Wittelsbacherring 9
53115 Bonn
Tel. (0228) 7258-162
Fax (0228) 7258-189
  St. Michaelsbund München
Redaktion »Buchprofile«
Herzog-Wilhelm-Straße 5
80331 München
Tel. (089) 23 22 5-101
Fax (089) 23 22 5-440

Borromäusverein  -  Postfach  1267  -  53002  Bonn

Bonn, den 26.09.00

Rezension Ihres Verlagswerkes
(erschienen in Buchprofile 45 / 2000, Heft 4)

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserem Rezensionsorgan Buchprofile für die katholische Büchereiarbeit erschien die nachfolgend abgedruckte Besprechung oder Annotation Ihres Verlagswerkes.
Wir danken Ihnen für die kostenfreie Überlassung des Besprechungsstückes und grüßen Sie freundlich.

(gez. Herbert Stangl, Redaktion Buchprofile)


Schaufelberger, Benedikt:

Wie die Freiburger ihr Münster bauten : eine Zeitreise in historisch präzisen Zeichnungen / Benedikt Schaufelberger. - Freiburg [u.a.] : Herder, 2000. - 166 S. : überw. III. ; 27 cm
ISBN 3-451-27017-X fest geb. : 38,-
NE: Wie die Freiburger ihr Münster bauten
520949
Der Bau einer gotischen Kathedrale am Beispiel des Freiburger Münsters. (Ku 2.3 2 <- Ku 3-Freiburg)
Heutigen (auch jüngeren) Betrachtern die Entstehungsgeschichte eines mittelalterlichen Bauwerks als Bilderfolge zu vermitteln, versuchte als erster John Macaulay in seinem berühmten Buch "Sie bauten eine Kathedrale" (dnb-BP 75/481). Schaufelberger, ein bei Freiburg ansässiger Künstler und Kunsterzieher, wendet dieses Konzept auf das konkrete Beispiel des Freiburger Münsters an. Der Verf., stets um Anschaulichkeit bemüht, berichtet in einem allgemein verständlichen Text über die Geschichte des Münsters und schildert die technischen Bedingungen des Baufortgangs und Details der Ausstattung in 260 detaillierten und präzise rekonstruierten Zeichnungen. Dazu kommen schematische Skizzen zu Fachausdrücken. Entstanden ist mehr als ein "Freiburger" Buch, nämlich eine exemplarische Darstellung zur Baugeschichte gotischer Kathedralen, die Jugendliche wie Erwachsene ansprechen kann.  -  Für viele Büchereine.
Wolfgang Augustyn

 

 


 

Prof. Horst Linde, Schlierbergstr. 33, 79100 Freiburg

23. Mai 01

Lieber Benedikt,
lieber Maler,
schon lange wollte ich Dir Dankeschön sagen zum Münsterbuch, denn es ist ein Kunstwerk!

Als Architekt vermag ich zu ermessen, welche Kenntnisse in Dir wohnen, um die räumlich-konstruktiven Bilder darstellen zu können.

Es kommt das historische Wissen hinzu und auch das handwerkliche als Grundlage der zeichnerischen Aussage.

Nicht zuletzt hat mich Deine zeichnerische Kultur erfreut, ja begeistert!

Da ist Dir ein großer Wurf gelungen!

In diesem Sinne sei Dir Dank und hohe Anerkennung gesagt.

Deiner Frau und Dir liebe Grüße,

stets Dein

Horst

 

Freitag, 26. Januar 2001           K U L T U R             Badische Zeitung  III

„Gemeinschaft Christlicher Künstler“ feiert ihr fünfzigjähriges Bestehen mit einer Ausstellung

Im religiösen Kontext

Die Keramikformen eingangs der Schau könnte man ohne weiteres für abstrakte Kunst nehmen: Dass es stilisierte Altäre sind, sagen dem Betrachter weder Titel noch Werk. Und Franz Gutmanns ei-chengeschnitzte „Madonna“ lässt mit ihrer moderat archaisierenden Form-sprache eher an ethnografische Kunst als an das christliche Motiv denken (eine
Gottesmutter mit rotem Haar und eben-solchen Fingernägeln – wie lackiert!). Freilich verrät sein „Vaterunser-Stab“ mit eingeschnitztem Gebet das religiöse Thema unmittelbar. Doch der Anklang an Dürers „Betende Hände“ in Benedikt Schaufelbergers zart-schönem Mosaik ist überaus dezent. Keineswegs also springt es gleich ins Auge, dass dies eine Gruppenausstellung christlicher Künstler ist.

„Hic et nunc“ ist die Schau in der Freiburger Katholischen Akademie beti-telt. Anlass ist das fünfzigjährige Beste-hen der „Gemeinschaft Christlicher Künstler“ in der Erzdiözese Freiburg. Seinerzeit schlossen sich eine Karlsruher und eine Freiburger Gruppe zu der Ge-meinschaft zusammen; zu den Grün-dungsmitgliedern gehörten Künstler wie
Adelheid und Rainer Dorwarth
und Al-
fred Erhard
. Heute zählt die Künstler-Gemeinschaft weit über hundert Mit-glieder.

Ihr Bemühen gilt, wie Werner Groh, der langjährige Vorsitzende der Gruppe, es einmal formulierte, einer „Kunst ohne jedes Adjektiv“. Also nicht: christliche Kunst im herkömmlichen Verständnis,

sondern: Kunst aus christlichem Geist – die die Scheuklappen vor der Moderne abgelegt hat.

Zwar darf das dezidiert christliche Motiv nicht tabu sein. An einem Werk wie René Achts Triptychon „Kruzifikati-on“ von 1960 (den Sommer über war es in der „Totalen“ des Museums für Neue Kunst zu sehen) ließe sich zeigen, wie moderne Kunst im Rückgriff auf die christliche Ikonographie zu Gehalten von wahrhaft existentieller Bedeutung vorzu-dringen vermag. Und doch wird auch dem christlichen Künstler ein gewisser Bedacht in der Verwendung alttradierter Bildmotive und christlicher Symbolik nicht zum Nachteil gereichen. Nach dem zentralen christlichen Symbol des Kreu-zes sucht man in der Schau vergebens. Und Arbeiten wie Schaufelbergers ausdrucksvolle, Psalmworte illustrieren-de Holzschnitte sind Ausnahmen.


Eine Netzstruktur verweist auf

Christus als Menschenfischer

Andererseits erhalten Arbeiten, die durchaus ohne religiöse Deutung aus-kommen könnten, in christliche Kontex-te gestellt, eine zusätzliche und aller-dings entscheidende Bedeutungsnuan-ce. Barbara Jägers Gouache „Öffnung blau-gelb“ ist mehr als eine kultivierte, Vegetation am Rande der Abstraktion zi-
tierende Farbkomposition, die sich zur Bildmitte hin von Blau zu Gelb und Weiß lichtet. Weiß man, daß Licht eine zent-rale Gottesmetapher ist, wird man darin eine religiöse Erfahrung gestaltet sehen.
Auch Angela Junk-Eichhorns titellose Glasarbeit offeriert nicht einfach nur ab-

 

strakte Lineaturen. Denkt man sich das Hochformat um neunzig Grad gedreht, er-kennt man nämlich, dass die Linienführung einer Symmetrie folgt: Die Stelle eines Baums beschreibt, wo der Stamm ins Ast-werk übergeht. Auch Radierungen aus Christa Kress’ „Totentanz“-Zyklus evozie-ren die Figur des Baumes, indes nicht als Genesiszitat, sondern, ökologisch gewen-det, als Ausdrucksfigur einer versehrten Schöpfung.

Eva Schaeubles Tusch- und Kohle-zeichnungen wollen beinahe als eine Art Arche Noah der Kunst erscheinen, in der all die flüchtigen, todgeweihten Wesen und Dinge Aufnahme finden. Und Regina Hiekischs meisterhafte Kaltnadelradierun-gen geben ihre religiösen Gehalte nur in Andeutungen preis. Eine Netzstruktur dürfte das Bild von Christus als Men-schenfischer zitieren.

Ganz abstrakt sind Karl Vollmers Mischtechniken auf Papier; C. W. Loths Holzskulpturen erscheinen bei stark re-
duzierter Formsprache zwar gegenständlich, jedoch mehr als Zeitdiagnose: wenn aus christlichem Geist, so ohne expliziten Verweis auf die christliche Ikonographie. Gleich Hubert Riebers Plastiken vergegenwärtigen sie einen Zustand, der den Menschen ten-denziel zu einer gesichtslosen, martialisch anmutenden Kreatur degradiert.

 

Hans-Dieter Fronz

- Katholische Akademie, Wintererstra-
ße 1, Freiburg. Bis 2. März, Montag bis
Donnerstag 8.30-12, 13.30-16.15 Uhr,
Freitag 8.30-12, 13.30-15 Uhr.


Der Rotarier, Ausgabe 1/2002

Benedikt Schaufelberger: Wie die Freiburger ihr Münster bauten. Eine Zeitreise in histo-
risch präzisen Zeichnungen. Herder Verlag, Freiburg 2000, 2. Aufl. [ISBN 3-451-27017-X], 166 S. mit 260 Zeichn., DM 39,80/öS 291,-

Geschichts- und Architektur-Interessierte kommen bei der Lektüre voll auf ihre Kosten: Die beinahe unendliche Bauge-schichte des Freiburger Mün-sters hat es in sich. Als Maler und Grafiker bietet Benedikt Schaufelberger (R.C. Freiburg-Schlossberg) allerdings keinen trocken wissenschaftlichen Auf-
satz an, sondern anschaulich erzählte Geschichte, die mit vielen detaillierten Zeichnungen noch zusätzlich zum Leben er-weckt wird. Wir lernen neben den einzelnen Bau-Etappen und -Bereichen (z. B. Baumeister, Maurer, Glasbläser, Zimmerer, Steinmetze) auch vieles über den politischen und wirtschaftlichen Werdegang der Stadt, über den politischen und wirtschaftlichen Werdegang der Stadt, über das

Leben in der Bauhütte und über Bau-
techniken. Zeittafeln, ausführliche An-
merkungen zu Abbildungen und sogar ein Glossar mit kleiner Epochenkunde

runden dieses beispielhafte "Lehr-buch für Erwachsene" ab und lassen kaum Fragen offen.

gm